Annemarie Volling, Gentechnikexpertin beim AbL-Bundesverband bitte um eure Unterstützung:

Unter starkem Druck von Chemie -und Saatgutindustrie sollen gentechnisch veränderte Lebensmittel ohne Kennzeichnung und Risikoprüfung auf unseren Tellern und in der Umwelt landen. Die EU-Kommission hat aktuell vorgeschlagen, bisher dazu geltende Gesetzesregelungen zum Schutz von Verbraucher*innen und Umwelt abzuschaffen. Das hätte massive negative Folgen für die Wahlfreiheit der Verbraucher*innen, den Schutz der Ökosysteme und die gentechnikfreie Landwirtschaft. Damit es nicht zu dieser folgenschweren Gesetzesänderung kommt, fordern wir, dass sich die deutsche Regierung klar für eine Beibehaltung der aktuellen Standards einsetzt und diese Gentechnik-Deregulierung ablehnt.


Weitere Informationen:

https://www.bauernstimme.de/news/details/neue-gentechnik-franzoesische-behoerde-warnt-vor-risiken
https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/gentechnikfreie-landwirtschaft-waehlen

Abstimmung21Bei Abstimmung21 werden jährlich drei Themen auf Bundesebene zur 'Volksabstimmung' ausgewählt.
Die Volksabstimmung beginnt mit der Themenwahl und endet mit der Abstimmung im Herbst.

Jetzt werden wir gebraucht:
Meldet euch auf Abstimmung21 an und trefft eure Wahl!

 

Der Vorstand der
AbL Rheinland-Pfalz-Saarland

Seit Wochen tobt zwischen dem Bund der Deutschen Pflanzenzüchter mit seinem Inkassounternehmen Saatgut-Treuhandverwaltung und den Agrarhandelsunternehmen sowie den Landwirten, die den An- und Nachbau von Ackerfrüchten betreiben, ein heftiger Streit um das Erntegut-Urteil des BGH Karlsruhe. Der BGH hatte in seinem Urteil eine Erkundigungspflicht des Agrarhandels festgestellt, aber sich nicht dazu geäußert, wie diese Erkundigungspflicht auszusehen hat. Viele Agrarhandelsunternehmen haben nach Empfehlungen ihrer Dachverbände daraufhin Lieferantenerklärungen mit Vertragsstrafendrohung an die Landwirte verteilt, die bundesweit heftigen Protest auf der Seite der Landwirte ausgelöst hat. Nun gibt es nach Einleitung von kartell- und agrarorganisations-rechtlichen Schritten seitens der IG Nachbau und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. gegen eines der größten Agrarhandelshäuser in Deutschland, der RWZ in Köln, ein Einlenken.

Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der IG Nachbau:

Die IG Nachbau und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. begrüßen, dass die RWZ AG Köln wesentliche Streitpunkte in ihrer Lieferantenerklärung an die Landwirte zurücknimmt. Wir haben mit Hilfe unserer Fachanwälte und in enger Abstimmung mit betroffenen Landwirten die RWZ mit Schreiben am 29. Mai 2024 aufgefordert, ihr Anschreiben und die Erntegut-Erklärung an die Landwirte unverzüglich gegenüber sämtlichen Anlieferern zu widerrufen. Wir sehen in dem Vorgehen der RWZ  einen Missbrauch der Marktmacht in Form der Forderung von rechtswidrigen Geschäftsbedingungen sowie ein Verstoß gegen das AgrarOLkG durch einseitige Vertragsänderungen und haben deshalb die Unterrichtung des Bundeskartellamts sowie der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung angekündigt  und uns weitere rechtliche Schritte vorbehalten. Jetzt liegt uns durch die Rechtsanwälte der RWZ ein Antwortschreiben vor. Zwar erkennt  die RWZ die von uns erhobenen Vorwürfe aus dem Kartellrecht und dem AgrarOLkG nicht an. Die RWZ erklärt aber, von der angedrohten  Vertragsstrafe Abstand zu nehmen und die Drohung der Nicht-Bezahlung und Nicht-Abnahme der Ernte fallen zu lassen, wenn eine einfache Erklärung vorliegt. Das ist ein erster wichtiger Erfolg für die Landwirte und wir danken allen, die sich mit uns in den letzten Wochen zur Wehr gesetzt haben.

Alle Agrarhandelsunternehmenmüssen müssen nun ihre schon im Umlauf befindlichen oder geplanten Lieferantenerklärungen überarbeiten und mit den Landwirten vor Ort zusammen eine gute, unbürokratische Lösung für die anstehende Ernte finden.

Die AbL Rheinland-Pfalz Saarland hatte beim letzten Online-Stammtisch zu diesem Thema informiert.

https://www.abl-rlp-saar.de/index.php/meldungen/166-annemarie-volling-und-und-georg-janssen-bei-online-stammtisch-zu-gast
https://www.abl-rlp-saar.de/index.php/meldungen/163-so-nicht-keine-lieferantenerklaerung-abgeben

Direkte Hilfe für Bäuerinnen und Bauern leistet die IG Nachbau (www.ig-nachbau.de) mit Hilfe von spezialisierten Rechtsanwählten. Adressen von Anspechpartnern erhalten Betroffene per Email (mailto: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.).

Weitere Informationen:

https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/landwirte-erzielen-wichtigen-teilerfolg-beim-heftigen-streit-um-das-erntegut
https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/willkuerliche-datensammlung-vollstaendige-kontrolle-beim-saatgut
https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/vor-der-bevorstehenden-getreideernte-keine-unterschrift-unter-rechtswidrige-liefervertraege

 

Der Vorstand der
AbL Rheinland-Pfalz-Saarland

Am Donnerstag den 06. Juni 2024 um 20:30 Uhr findet wieder unser monatlicher Online-Stammtisch der AbL Rheinland Pfalz/Saarland statt.

Das Thema diesmal:

Wie ist der aktuelle Stand der Gentechnik-Debatte?
Was bedeutet das heiß diskutierte BGH-Erntegut-Urteil für uns Bäuerinnen und Bauern?

Wir freuen uns, dass Annemarie Volling, Gentechnikexpertin der AbL und Georg Janßen, Geschäftsführer der IG NACHBAU, dazu referieren werden. Anschließend ist Zeit für Fragen und Diskussionen.

Wir freuen uns über zahlreiche Interessierte.
Aktuelle Infos und Presseerklärungen zu diesem Thema findet ihr auch hier auf unserer Homepage ---> KLICK!

Die Zugangsdaten zum Online-Stammtisch können bis unmittelbar vor der Veranstaltung per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. angefordert werden.

Der Vorstand der
AbL Rheinland-Pfalz-Saarland

Nach Auffassung der IG Nachbau und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e. V. Verschärft sich der Streit mit dem  Bundesverband der Deutschen Pflanzenzüchter (BDP) und ihrem Inkassounternehmen Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH (STV).

Georg Janssen:

Der heutige Vorschlag von BDP und STV mit einer geplanten „Erntegut-Bescheinigung“ will alle  Landwirte, die Ackerbau betreiben, in eine Datenerfassungsfalle locken.

Weitere Informationen: https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/willkuerliche-datensammlung-vollstaendige-kontrolle-beim-saatgut

Am kommenden Donnerstag findet unser Online-Stammtisch zu diesem Thema statt: Annemarie Volling und und Georg Janßen bei Online-Stammtisch zu Gast
So nicht: Keine Lieferantenerklärung abgeben!

Der Vorstand der
AbL Rheinland-Pfalz-Saarland

Beim Online-Stammtisch der AbL-Rheinland-Pfalz-Saar am 2.5. begeisterte Ottmar Ilmann eine gebannte ZuhörerInnenschaft aus AbLerInnen und Gästen.

Mit hoher Geschwindigkeit hatte die EU mit der Aufweichung von den GLÖZ-Regeln 1, 7 und 8 auf die Proteste der europäischen Bauernverbände reagiert. Bei Deutscher Enthaltung fiel vor allem die Regel, 4% Brachland anzulegen weg (GLÖZ 8). Diese Regel war in der Vergangenheit schon mehrfach ausgesetzt gewesen. Auch Fruchfolgevorgaben (GLÖZ 7), die zum Beispiel reine Maisfruchtfolgen verhinderten, fallen weg. Für Grünland wird das Umbruchverbot (GLÖZ 1) so gelockert, dass Wiesen und Weiden in den Ländern in dem Maß umgebrochen werden können, wie die Tierhaltung rückläufig ist. Dabei werden beim Rückgang der Tierhaltung sogar Schweine und Hühner berücksichtigt, die meist gar nicht auf Grünland gehalten werden. Zur Rücknahme dieser Regeln gab es keine Einspruchsmöglichkeit und bemerkenswert wenig Widerstand von Nichtregierungsorganisationen.

Ottmar Ilchmann dazu:

"Es wurden Produktionshemmnisse beseitigt, statt - wie versprochen - Bürokratie abgebaut. Zur Unterstützung der Landwirtschaft wären aber eigentlich Marktlösungen erforderlich gewesen."

Die StammtischteilnehmerInnen drückten ihre Besorgnis darüber aus, dass mit der Aufweichung der GLÖZ-Regeln die Erreichung der Klima- und Biodiversitätsziele unwahrscheinlicher werden. Wie sich die Regeländerung in Rheinland-Pfalz - so zum Beispiel auf das Grünlandumbruchverbot im Landesnaturschutzgesetz - auswirkt, bleibt abzuwarten.

Die AbL Rheinland-Pfalz-Saarland dankt Ottmar Ilchmann für den ruhig vorgetragenen, kurzweiligen und informativen Impulsvortrag.

Siehe auch : https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/die-abgeordneten-muessen-die-aufweichung-ablehnen

Stellungnahme der Verbände-Plattform zur nationalen Umsetzung der Flexibilisierung der GAP auf EU-Ebene --> HIER als PDF herunterladen

 

Der Vorstand der
AbL Rheinland-Pfalz-Saarland

Eine Initiative aus AbL, NABU, WWF, BUND, Biokreis, Bioland und anderen fordert Anerkennung für Vielfalt auf dem Acker.

Abwechslungsreiche Fruchtfolgen sind ein Win-Win für Natur und Landwirtschaft: Sie fördern Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt und reduzieren zugleich den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Ob Dürre oder niedrige Weltmarktpreise - wer mehr Kulturen anbaut, ist wirtschaftlich resilienter und streut sein Risiko. Als gängige Praxis sind weite Fruchtfolgen auf etlichen landwirtschaftlichen Betrieben daher längst Standard.

Auch wer EU-Agrargelder erhalten möchte, muss derzeit Vorgaben zum Wechsel auf dem Acker umsetzen. Diese Regelung möchten viele LandesagrarministerInnen jetzt kippen.

Statt eines Endes der Fruchtfolge-Regeln braucht es Anerkennung und Geld für Landwirt:innen, die beim Arten- und Naturschutz besonders vorangehen. Um den wichtigen Einsatz und die Arbeit der landwirtschaftlichen Betriebe sichtbar zu machen, sind unter dem Motto #ZeigDeineFruchtfolge bundesweit Landwirt*innen aufgerufen, den Anbau ihrer Kulturen vorzustellen.

So geht’s konkret: Wer bei der Aktion mitmachen will, postet auf mindestens einer der gängigen Social-Media-Plattformen ein Foto oder Video von der aktuell angebauten Kultur(en) mit dem Hashtag #ZeigDeineFruchtfolge und zählt die vorherigen und künftigen Fruchtfolgen auf.

Zur Meldung: https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/initiative-fordert-anerkennung-fuer-vielfalt-auf-dem-acker

Der Vorstand der
AbL Rheinland-Pfalz-Saarland

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