Anlage für einen landwirtschaftlichen Gemischtbetrieb

Gesucht wird ein Betrieb oder Resthof mit mindestens 15ha Acker & Weide sowie ausreichend Wohnfläche bzw. der Möglichkeit Wohnfläche zu schaffen

Das Quartett aus Cedric Streich, Fabian Kaltner, Samantha Züge & Manuela Zell sucht einen landwirtschaftlichen Hof (am liebsten in Alleinlage). Um diesen Wunsch erfül- len zu können, wird ein Betrieb oder Resthof mit mindes- tens 15ha Acker & Weide sowie ausreichend Wohnfläche bzw. der Möglichkeit Wohnfläche zu schaffen benötigt.

Cedric, Besitzer einer vierzehnköpfige Ziegen- und Schafsherde, ist biologisch-dynamisch arbeitender Gemüsegärtner. Derzeit ist er als Geselle in einer Solidarischen Landwirtschaft angestellt und kümmert sich dort um den Feldgemüsebau sowie den Kräuter- garten.

Fabian hat als Quereinsteiger die Ausbildung zum biologisch-dynamischen Gärtner im Gemüsebau abgeschlossen. Im Moment arbeitet Fabian als Geselle in einem Saatzuchtbetrieb und nimmt an einer Fortbildung in biologisch-dynamischer Gemüsezüchtung teil.

Samantha ist seit 2015 im Sozialen Bereich tätig und absolvierte im Juli 2019 den Abschluss zur staatlich anerkannten Heilerziehungspflegerin. Für den zukünftig geplanten sozial-und therapeutischen Betriebszweig plant sie, zusammen mit ihrer Stute die Ausbildung zur Reittherapeutin zu absolvieren. Zur Zeit ist sie noch in Ausbildung zur Huforthopädin.

Manuela ist aus der Großtierpraxis in die biologisch- dynamische Landwirtschaft eingestiegen und hat mit der Gärtnerei ihr Hobby zum Beruf gemacht.

Zusammen haben wir vor, einen kleinen landwirtschaft- lichen Gemischtbetrieb zu gründen und benötigen dafür einen passenden Platz. Hierbei können wir uns gut vorstellen einen laufenden Betrieb zu übernehmen, um uns dort zu verwurzeln und schöpferisch tätig zu sein. Unsere Motivation besteht darin, Menschen mit gesunden und nahrhaften Lebensmitteln regional zu versorgen. Wir wollen weite Handelswege vermeiden und den Hoforganismus sowie die Biodiversität durch Vielfalt im Anbau fördern.

Unser Ziel ist es, einen Ort zu schaffen in dem Mensch wie Tier im Einklang mit den Rhythmen der Natur leben und wirken können. Dabei liegen uns Themen wie ein geschlossener Hof- kreislauf, wesensgemäße Nutztierhaltung, Biodiversität und Humusaufbau sehr am Herzen. Um diese Vision zu realisieren, streben wir an die Kostendeckung durch eine solidarische Landwirtschaft abzusichern. Für uns liegt die Zukunft unserer Kulturlandschaft in den Händen der kleinbäuerlichen Landwirtschaft! Wenn wir Euch neugierig gemacht haben und das Interesse geweckt ist, meldet euch gerne unter:

Mobil: 0174/5449947
Festnetz: 04748/8224298
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Vielen Dank und liebe Grüße
Cedric, Fabian, Samantha & Manuela

Mit dem Traktor zum Protest nach Berlin

Beitrag aus der Sendung SWR Aktuell Rheinland-Pfalz vom 22.01.2022

Zum Anschauen bitte auf den Link klicken! ---> Zur SWR-Mediathek

WICHTIG: Bitte unterstützt diese Petition!

Taxonomie-Pläne der EU-Kommission verhindern!

Liebe AbLer:innen,

für euch der Hinweis auf diese Petition von BUND, Campact, Deutsche Umwelthilfe, Bürgerbewegung Finanzwende, Greenpeace, IPPNW, Nabu, Umweltinstitut und Uranium Network, die die Ampel-Regierung dazu aufrufen, die Taxonomie-Pläne der EU-Kommission zu verhindern, die Atom und Gas als nachhaltig einstufen wollen:

https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/buendnis-appell-zur-eu-taxonomie-nein-zu-atom-und-gas/

Wenn ihr mögt, gerne mitmachen und weiterleiten,
beste Grüße


Annemarie Volling
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V.

Chancen verspielt

Pressemitteilung, Haina, den 14. Dezember 2021

Frühere Bundesregierung verspielt bei der GAP-Reform Chancen auf mehr Klimaschutz und Biodiversität durch Agroforstsysteme und missachtet eindringlichen Appell eines bundesweiten Aktionsbündnisses. Weiterer Protest ist nun vorprogrammiert!

Per Eilverfahren soll am 17.12.2021, kurz vor Weihnachten, der von der ehemaligen Bundesregierung abgesegneten Fassung der GAP-Direktzahlungen-Verordnung (GAPDZV) bei der letzten Plenarsitzung im Bundesrat zugestimmt werden. Angesichts eines jährlichen Fördervolumens in Milliardenhöhe stellen die Direktzahlungen bislang das einflussreichste Instrument der Agrarförderung dar, so dass den Verordnungstexten eine wichtige Funktion im Hinblick auf die nationale Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zukommt.

Nach den Vorstellungen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und ihren Partnern muss die GAP-Reform künftig jedoch viel stärker auf gemeinwohlorientierte Leistungen setzen und die Klimaschutz- und Umweltleistungen landwirtschaftlicher Betriebe angemessen honorieren. Doch trotz des eindringlichen Appells zahlreicher namhafter Verbände, Stiftungen und Organisationen enthalten die Verordnungstexte ausgerechnet bei der künftigen Agroforstförderung weiterhin eklatante Schwachstellen und unzumutbare Mängel. Dies erscheint mehr als unverständlich, da die zahlreichen Vorteile von Agroforstsystemen inklusive ihrer positiven Langzeitwirkung für das Klima, die Biodiversität und den Ressourcenschutz auf breiten öffentlichen Konsens stoßen.

Daniel Fischer, Agroforst-Beauftragter der AbL Mitteldeutschland und einer der Initiatoren des bundesweiten Aktionsbündnisses zur Agroforstwirtschaft, gibt vor diesem Hintergrund bekannt: "Die bewusste Missachtung der wesentlichen Kernforderungen unseres Aktionsbündnisses zur geplanten Agroforstförderung wirft die Frage auf, ob die erfolgte Verbändebeteiligung beim BMEL zur GAP im Oktober diesen Jahres nicht reine Makulatur war. Abgesehen von einigen wenigen Detailverbesserungen wurden unsere konstruktiven Änderungsvorschläge leider weder vom BMEL noch vom BMU aufgegriffen und in die Verordnungstexte eingearbeitet. Nun droht die Agroforstförderung in der kommenden GAP-Förderperiode vollkommen ins Leere zu laufen.

Entgegen den Beschlüssen des Bundestages (Drucksache 19/24389) und des Bundesrats (Drucksache 420/21) wurden die Förderbedingungen leider so unzureichend ausgestaltet, dass die Zielvorgabe für die Agroforstwirtschaft nicht erreicht werden können. Dies wird u.a. auch vom Deutschen Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) so bekräftigt. Die verantwortlichen Akteure nehmen somit ein Scheitern mit Ansage billigend in Kauf! Das Nachsehen werden nun die Betriebe haben, die einen Beitrag für mehr Klimaschutz, mehr Klimaresilienz und mehr Biodiversität mittels Agroforstsysteme zukünftig leisten wollen. Durch die massive Benachteiligung und offenkundige Diskriminierung der Agroforstwirtschaft wird die Förderung einer enkeltauglichen und klimagerechten Landnutzung somit letztendlich verhindert. Angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit ist dies völlig inakzeptabel.

Deutschland wird auch in Zukunft bei der Agroforstwirtschaft weiterhin ein trauriges Schlusslicht in Europa bleiben, sollte nicht in letzter Minute jetzt noch die große Kehrtwende erfolgen!“ Und es bestehen tatsächlich noch Zeichnen der Hoffnung: Neben dem bundesweiten Aktionsbündnis haben sich mittlerweile in nahezu allen Bundesländern Aktionsnetzwerke gebildet, welche die Forderung nach einer unbürokratischen, attraktiven und wirksamen Agroforstförderung nachdrücklich unterstützen.

Zugleich haben mehrere Bundesländer bereits Änderungsanträge für die anstehende Bundesratssitzung eingereicht. Dies könnte gegenwärtig der wichtigste Rettungsanker sein, um den größten Schaden noch abzuwenden sowie verlorengegangenes Vertrauen wiederzuerlangen. Denn bei der GAP- Reform steht nichts Geringeres auf dem Spiel als die Glaubwürdigkeit im Hinblick auf eine zukunftsfähige Ausgestaltung der künftigen Agrarpolitik. Die letzte Bundesregierung hat diese Chance verspielt. Die Bundesländer sowie die neue Bundesregierung sind daher aufgerufen, dem entgegenzustreten.

Im LIVE_Stream

Am Montagabend 15.11. um 18 Uhr gibt es einen Zoom-Vortrag von Prof. Maria Finckh (Uni Kassel) zum Thema

Indirekte Effekte von Glyphosat auf die Gesundheit von Pflanzen, Tieren und Menschen
u.a. durch Veränderungen der Zusammensetzung der Mikroorganismen­gemeinschaften

Keine Anmeldung erforderlich - einfach nur auf den Link klicken

HTTPS://UNI-KASSEL.ZOOM.US/J/93038160270?PWD=SVCWWGXIBDLLUKG3VS8REMUYVEH4QT09

Pressemitteilung:

Für einen agrarpolitischen Richtungswechsel: Bäuerinnen und Bauern der AbL übergeben Forderungen und Erntedankkronen AbL-Aktionswoche „Jeder Hof zählt!“ zur Bundestagswahl 2021 endet mit politischem Treckerumzug vor Berliner Parteizentralen

Pünktlich zur Erntedankzeit und zwei Wochen vor den Bundestagswahlen machten sich heute Bäuerinnen und Bauern der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. mit einem festlichen Treckerzug auf den Weg nach Berlin, wo sie an den Parteizentralen von CDU, SPD und Grünen ihre 12 Kernforderungen zur Bundestagswahl 2021 überreichten. Mit im Gepäck hatten sie agrarpolitische Botschaften von Landwirt:innen und Verbraucher:innen aus allen Regionen Deutschlands in Form von Postkarten. Mit kurzen Reden und Übergaben von Erntekronen an die Politiker:innen machte die AbL auf die dramatische finanzielle Situation der Bäuerinnen und Bauern aufmerksam. Im Kern fordert die bäuerliche Interessensvertretung politische Veränderungen, welche stabile Erzeuger:innenpreise sichern und mehr Natur-, Klima- und Tierschutz in der Landwirtschaft wirtschaftlich attraktiv und bezahlbar machen.

Elisabeth Fresen, AbL-Bundesvorsitzende, Bäuerin und Mitglied der Zukunftskommission Landwirtschaft, kommentierte:

„Alleine in den letzten zehn Jahren haben fast die Hälfte der Schweine- und Milchviehbetriebe ihre Tore geschlossen. Dieses Höfesterben werden wir nicht weiter hinnehmen. Wir fordern einen echten Systemwechsel, bei dem wir Bäuerinnen und Bauern mitgenommen und gemeinsam praxisgerechte Lösungen gefunden werden. In der Zukunftskommission Landwirtschaft haben wir in einem breiten Verbändebündnis zukunftsfähige agrarpolitische Eckpunkte ausgehandelt. Die neue Bundesregierung darf nicht dahinter zurückfallen, sondern muss jetzt handeln. Die AbL fordert in ihren 12 Kernforderungen u.a. die Umsetzung der Borchert-Kommission, einen politischen Rahmen für faire Erzeuger:innenpreise, die Regulierung neuer Gentechniken und eine EU-Agrarpolitik, die Klimaschutz, Artenvielfalt und Tierwohl einkommenswirksam honoriert. Mit den Erntekronen und den 12 Kernforderungen setzten wir ein Zeichen für die Wertschätzung unserer bäuerlichen Arbeit und rufen die Politik dazu auf, sich ebenfalls an die agrarpolitische Arbeit zu machen.“

Rede und Antwort standen den Protestierenden Vertreter:innen der Parteien, welche Kanzlerkandidat:innen für das Kanzleramt stellen. Michael Kellner, politischer Bundesgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen, sagte: „Die Grünen haben eine große Nähe zu den Forderungen der AbL. Die Exportorientierung und das Wachsen oder Weichen sind zu beenden und eine gentechnikfreie Landwirtschaft muss sichergestellt werden.“ SPD-Bundesgeschäftsführerin Jessika Wischmeier sagte: „Die SPD sieht viele Anliegen der AbL in ihrem Wahlprogramm abgebildet. Insbesondere die Forderung nach gerechten Preisen und Löhnen ist der SPD ein Anliegen.“ CDU-Bundesgeschäftsführer Dr. Stefan Hennewig sagte: „Es ist eine Herausforderung alle Ziele und Forderungen unter einen Hut zu bringen. Das CDU Wahlprogramm bietet hierfür Ansätze. Bei der Forderung einer Stärkung kleiner und mittlerer Betriebe hat die AbL die CDU an ihrer Seite.“

Die heutige Aktion war der Abschluss einer achttägigen Aktionswoche, mit welcher die Bauernorganisation ein Zeichen für viele und vielfältige Betriebe setzte. Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL, sagte:

„Wir haben die Aktionswoche im Kuhstall begonnen und vor den Parteizentralen der Kanzlerkandidat:innen beendet. Trotz intensiver Erntearbeiten haben wir in über 60 Veranstaltungen bundesweit gezeigt, dass jeder Hof zählt und eine neue Regierung auf die Vielfalt der Höfe setzen muss. Wir fordern einen klaren agrarpolitischen Wechsel statt das Festhalten am ‚Weiter so‘. Die großen Herausforderungen und notwendigen Veränderungen schaffen wir nur, wenn eine Politik eingeleitet wird, die die Zukunft der Landwirtschaft als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe begreift und Menschen auf dem Lande sozial und wirtschaftlich mitnimmt. Die anstehende Richtungswahl wird nicht nur in den Städten entschieden, sondern auch jede Stimme auf dem Lande zählt. Wir werden für unsere 12 Kernforderungen in den nächsten Monaten und den anstehenden Koalitionsverhandlungen aktiv streiten.“

 

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