Sehr geehrte Frau Klöckner,

ich nahm am 18. Januar 2020 an der Demonstration in Berlin teil. 25 000 Menschen und 170 Traktoren brachten zum Ausdruck, was mir als Nichtbäuerin schon lange auf der Seele brennt:

ES WIRD KEINEN KLIMAWANDELSTOP, KEINE VERBESSERUNG DER BIODIVERSITÄT, DER BODENQUALITÄT UND DES ZUSTANDES DES GRUNDWASSERS OHNE EIN RADIKALES UMDENKEN UND FAIRES BEHANDELN DER DURCH BAUERN BETRIEBENEN LANDWIRTSCHAFT GEBEN.

Dem öffentlich rechtlichen Fernsehen war diese Meinungsäußerung von Menschen genau zwei Minuten und 30 Sekunden wert. Davon erhielten Sie mit Ihren Worten an die Demonstranten den größten Teil. Von dieser Ihrer Aussage war ich zutiefst enttäuscht! Wie ist es möglich, sich hinter Forderungen der EU zu verstecken, die doch von gewählten Vertretern auch unserer Parteien und Ihrer Partei beschlossen wurden. Welche Konzepte gibt es überhaupt für die Landwirtschaft? Das Konzept des Bodenkaufes als Renditeanlage; das Konzept der Massentierhaltung, das den Boden verseucht und Medikamentenmissbrauch fördert, das Konzept der Förderung großer Agrargesellschaften, die die Biodiversität zerstören, mit Chemie jegliches Leben negativ beeinflussen ohne Rücksicht auf Verluste?

In der Westerwälder Zeitung wurden Sie zitiert und sprachen von einer „Bullerbü-Romantik“. Wieviel wissen Sie eigentlich von bäuerlichem Leben? Und wie mir gesagt wurde, ist dies eine besondere Lebensform. Die Bauern, die ich kenne, stehen an jedem Morgen - ob Sommer, ob Winter - früh auf und arbeiten lange. Sie kennen kein Wochenende und keinen Feiertag. Wenn doch einmal Zeit ist, schlagen sie sich mit bürokratischen Hürden herum, die ihnen Ämter auferlegen. Stets schwebt über ihnen das Damoklesschwert der Insolvenz, denn ihre Aufwendungen stehen in keinem Verhältnis zu den Preisen, die sie für ihre Produkte erlangen können, diktiert von großen Konzernen, die auf Gewinnmaximierung aus sind. Ich erlebte, wie durch Aufkauf des kleineren Molkereibetriebes die von den Milcherzeugern vorher gekündigte Molkerei zum erneuten Abnehmer wurde.

Foto: Theo Heimann

Als geborener Ostdeutschen sind mir große Flächen nicht unbekannt. Aber erst nach der Wende und dem Verlust der Fruchtfolge zugunsten von Silomais gab es Sandstürme, die Autofahrer das Leben kosteten und Bienen verschwinden laßen.

Wenn die Ziele der Groko zur Abwendung des Klimawandels kein leeres Gerede bleiben sollen, ist die faire und gleichwertige Behandlung aller bäuerlichen Wirtschaftsformen unablässig. Und es muss eine Daseinsvorsorge des Staates auch für künftige Generationen sein, die Vielfalt des Lebens, auch des menschlichen Lebens zu erhalten. Dabei kommt der Bauernschaft eine bedeutende Rolle zu.

Auch Bildung darf (wieder) einen größeren Stellenwert bekommt, damit es im Einklang mit den Verbrauchern zu Änderungen führt. Denn viele Konsumenten standen am Straßenrand und winkten und zeigten den Daumen nach oben oder nickten. Auf meinem Plakat stand: Faire Preise für eine faire Landwirtschaft! Am Trecker prangte: "Think Big, Farm Small".

Christiane Baller, Greifswald

 

Impressionen von der Großdemonstration in Berlin

(Fotots: Theo Heimann)

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Was geht auf dem Hof?
Reinigung und Nachbau von Getreide

30. Januar 2020
10 – 16 Uhr
Haus Düsse, Bad Sassendorf

Mehr Information im Flyer!

 

... und hier:


Die ARBEITSGEMEINSCHAFT BÄUERLICHE LANDWIRTSCHAFT NRW (AbL NRW) lädt herzlich zur Tagung ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Saatgut: Vielfalt in Bauern- und Gärtnerhand“ statt, das von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert wird.

WAS GEHT AUF DEM HOF?

REINIGUNG UND NACHBAU VON GETREIDE

30. Januar 2020, 10 – 16 Uhr, Haus Düsse, Bad Sassendorf

Worum geht’s bei der Veranstaltung?
Aufbereitungsmaschinen wie Windsichter, Siebmaschinen und Zellenausleser reinigen Getreide, indem sie u.a. Steine, Staub, Pilze und Unkrautsamen entfernen. Die Aufbereitung findet jedoch immer weniger auf bäuerlichen Betrieben statt, sondern meist auf wenigen spezialisierten landwirtschaftlichen Betrieben oder beim Landhandel.

Eigene Getreidereinigungsmaschinen können weitere Wertschöpfung auf Bauernhöfen ermöglichen: Die Erzeugung von eigenem Saatgut für den Nachbau - auch seltener Sorten. Eine Basis-Getreidereinigung ist Voraussetzung für die Getreide-Lagerung auf dem Hof. Und durch die Aufbereitung können höhere Getreidequalitäten erzielt werden und besondere Produkte entwickelt werden, sodass weitere Vermarktungswege und höhere Erlöse möglich sind.

Bei der Veranstaltung wird über Möglichkeiten, Herausforderungen und Grenzen für Getreidereinigung auf bäuerlichen Betrieben diskutiert mit folgenden Themen:

* WELCHE GETREIDEQUALITÄTEN WERDEN VON KUNDEN ERWARTET UND WELCHEN ARBEITSAUFWAND ERFORDERT DIES FÜR DIE GETREIDEREINIGUNG UND DEN VORRATSSCHUTZ?

* WELCHE GÜNSTIGEN AUFBEREITUNGSMASCHINEN GIBT ES FÜR BÄUERLICHE BETRIEBE?

* WAS SIND DIE RECHTE VON BÄUERINNEN UND BAUERN BEI DER AUFBEREITUNG VON ERNTEGUT?

* WIE KÖNNEN BÄUERLICHE BETRIEBE GEMEINSAM EINE AUFBEREITUNG ORGANISIEREN?

* WIE FÖRDERN KLEINBAUERN IN SÜDBRASILIEN MIT EIGENEM SAATGUT DIE NUTZPFLANZENVIELFALT?



PROGRAMM

10:00 Begrüßung

10:10 Getreide-Qualitätsansprüche des Kunden
(Dr. Bernd Nagel-Held, Eickernmühle, Lemgo)

10:55 Vorratsschutz und Erhaltung der Qualität bei der Lagerung
(Dr. Ulrike Hakl, Landwirtschaftskammer Pflanzenschutzdienst, Köln)

11:40 Bäuerliche Rechte bei Aufbereitung von Erntegut
(Jens Beismann, Rechtsanwalt Saat- und Sortenschutzrecht)

12:35 Mittagessen

13:35 Technik und Arbeitsaufwand von Getreidereinigung auf dem Hof
(Peter Angenendt, Biohof Angenendt-Strnad GbR und Münsterländer Saatgut OHG)

14:20 Kaffeepause

14:40 Kleinbauern in Südbrasilien - mit eigenem Saatgut Vielfalt
fördern
(Uwe Hartmeier, AbL NRW Brasilien Arbeitsgruppe)

15:05 Besichtigung Petkus Saatgutaufbereitungsmaschine (angefragt: Typ
K541 mit Sieben, Windsichtung, Zellenausleser, 1,25-1,75 t/h)
(Thomas Leonhardt, Vertrieb Petkus)

15:50 Abschluss

16:00 Ende der Veranstaltung

Am Stand des AbL Verlages sind die Zeitung „Unabhängige Bauernstimme“, der Kritische Agrarbericht und weitere Bücher und Publikationen erhältlich.

Anmeldung
Bitte melden Sie sich möglichst bis zum 23.1.20 zur Tagung bei der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft NRW an.
Kontakt: Svenja Holst,
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
Telefon 02381-9053170,
Fax 02381-492221
Für Essen und Getränke wird ein Teilnehmerbeitrag von 5 € vor Ort erhoben.

Veranstaltungsort
Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse (Raum: Aula)
Adresse: Haus Düsse 2, 59505 Bad Sassendorf (Ortsteil Ostinghausen;
NICHT Oestinghausen)
Website: www.duesse.de/anfahrt.htm
Telefon: 02945-9890

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit Zug nach Soest oder Bad Sassendorf. Von dort aus fahren die Busse leider nur in großen Abständen zur Haltestelle „Ostinghausen Hauptstraße“ (Busplan www.nwl-info.de), sodass teilweise ein Taxi nötig ist. Von „Ostinghausen Hauptstraße“ 700m Fußweg nach Haus Düsse.

--
Svenja Holst

Saatgut: Vielfalt in Bauern- und Gärtnerhand
www.saatgut-vielfalt-in-bauern-und-gaertnerhand.de

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V.
AbL Landesverband NRW
Bahnhofstraße 31
59065 Hamm
www.abl-nrw.de [2]
Tel.: 0 23 81 / 9 05 31 70
Mobil: 0176 / 57739363
Fax: 0 23 81 / 49 22 21
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Projekt "Saatgut: Vielfalt in Bauern- und Gärtnerhand"
wird gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung
Nordrhein-Westfalen

Pressemitteilung des AbL vom 17.10,2019

Zum heutigen EuGH-Urteil in Luxemburg in Sachen Nachbaurecht beim Saatgut

Mit Spannung haben heute viele Bauern auf den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg geschaut, wo ein weiteres wichtiges Urteil im seit 1998 währenden Streit um Auskunft der Bauern über ihren An- und Nachbau von Ackerfrüchten erwartet wird. Im aktuellen Fall hatte die Saatgut -Treuhandverwaltungs GmbH Bonn (STV) im Auftrag des Bund der deutschen Pflanzenzüchter (BDP) das Land Thüringen auf Herausgabe von Acker-Anbaudaten der Bauern in Thüringen verklagt, um effizienter an Anbaudaten der Bauern zu gelangen und Saatgut-Nachbaugebühren der Bauern einzufordern. Das zuständige Landesverwaltungsamt hatte dies verweigert. Das Landgericht Erfurt gab dem Landesverwaltungsamt in der ersten Instanz recht. Die STV ging in die Berufung und das Oberlandesgericht Jena hatte 2018 diese brisante Thematik dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg zur Beurteilung vorgelegt. Der EuGH verneinte heute den Anspruch der STV und des BDP.

Die Interessengemeinschaft Nachbau und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. begrüßen das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg.

Georg Janßen, Geschäftsführer der AbL und der IG Nachbau kommentiert in einer ersten Reaktion das EuGH-Urteil:

„Seit 1998 kämpfen wir für das Jahrhundertalte Bauernrecht auf Nachbau von Saatgut und es lohnt sich. Viele Male sind wir erfolgreich beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe und dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg gewesen. Das heutige EuGH-Urteil ist eine kluge Entscheidung und ein weiterer wichtiger Etappensieg für unsere Interessengemeinschaft Nachbau sowie für die Bäuerinnen und Bauern. Für uns ist klar: Eine GmbH aus Bonn darf nicht auf Daten einer staatlichen Behörde zurück greifen, um ihre Geschäftsziele zu erreichen und Nachbaugebühren für unser Saatgut zu kassieren. Dies sieht das höchste Europäische Gericht genauso."

Aufruf

AN DIE BÄUERLICHEN INTERESSENSVERTRETUNGEN DES BÜNDNISSES "WIR HABEN ES SATT!"

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe bäuerliche Interessensvertretungen,

vorweg wünsche ich von Herzen einen guten Start ins neue Jahr!

Am 18.01.2020, also in weniger als zwei Wochen findet zum zehnten Mal unsere Großdemonstration „Wir haben es satt!“ in Berlin statt. Aufgrund der angespannten Lage auf vielen Betrieben sowie den anhaltenden Protesten des Berufsstandes war es wahrscheinlich noch nie wichtiger ein Zeichen für den Zusammenhalt von Landwirtschaft und Gesellschaft zu setzen. Gelingen kann uns das nur, wenn neben vielen Menschen auch wieder viele Trecker an unserer Demonstration teilnehmen. Nur durch diese gelingt es uns die Verbindung zwischen Bäuerinnen und Bauern und den vielen weiteren gesellschaftlichen Gruppen auch bildhaft darzustellen. Und: die Trecker stehen klar für diejenigen denen beim Umbau der Landwirtschaft eine überragend wichtige Rolle zukommt – die Bäuerinnen und Bauern. Im Namen des ganzen Orgateams bitte ich deswegen darum in den kommenden Tagen nochmal auf möglichst vielen Kanälen für die Beteiligung an der Treckerdemo zu werben:

* Verlinken Sie unsere KARTE MIT DEN REGIONALEN ANSPRECHPARTNERN. Diese motiviert viele Bäuerinnen und Bauern erfahrungsgemäß sich ebenfalls auf den Weg zu machen, da sie nicht alleine fahren müssen.

* Nutzen Sie unseren AUFRUF, unsere WEBBANNER sowie die DRUCKMATERIALIEN auf Veranstaltungen und in Ihren Onlinemedien.

* Mitkommunizieren: die TRECKERDEMO FÄHRT CO² NEUTRAL. Dies ist vielen gerade in diesem Jahr besonders wichtig bei ihrer Entscheidung ob sie zur Demo fahren oder nicht.

Sollten Sie ansonsten noch Anregungen oder Rückfragen haben, melden Sie sich jeder Zeit. Ich wünsche uns eine starke, friedliche und kraftvolle Demonstration für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft.

Mit besten Grüßen und einem Dankeschön für die Mühe!

Phillip Brändle
für das Orgateam „Wir haben es satt!“ 

300 sind auf der ersten Wir-haben-es-satt!-Demo in Mainz auf die Straße gegangen

Beginn der DemoNach einer ersten Aktion vor dem Landwirtschaftsministerium im März haben die AbL Rheinland-Pfalz/Saarland und die Solidarische Landwirtschaft Mainz anlässlich der vom 25. bis 27. September tagenden Agrarministerkonferenz in Mainz die erste Mainzer Wir-haben-es-satt!-Demo mit der Unterstützung von attac, BUND, Extinction Rebellion, Fridays for Future und anderen organisiert.

Franziska JockersAm Hauptbahnhof ging‘s los mit dem Aufruf von Franziska Jockers von der Solawi Mainz: „Wir sind: Bäuer*innen, Gemüsegärtner*innen, Imker*innen und Lebensmittelverarbeiter*innen, die in ihrer Existenz bedroht sind, weil sie nicht in das Raster der Marktwirtschaft passen, Menschen, die eine ökologische, sozial und selbstbestimmte Ernährung fordern, Menschen, die sich für die Vereinbarkeit von Naturschutz und Gesellschaft einsetzen, Aktivist*innen, die sich für faire Erzeuger*innenpreise einsetzen, damit tarifvertraglich abgesicherte Arbeitsbedingungen und Löhne in der Landwirtschaft geschaffen werden können.“

Rald WeyIhr folgte der Landesvorsitzende der AbL Rheinland-Pfalz/Saarland, Ralf Wey, dessen Schlusssatz „Ich will einfach Bauer bleiben!“ angesichts seiner Schilderung der Entwicklung der Erzeugerpreise und der Rahmenbedingungen für eine bäuerliche Landwirtschaft einer Maximalforderung gleichkommt.

Bei der Zwischenkundgebung beim parallel stattfindenden „Parking Day“ forderte die BUND-Landesvorsitzende Sabine Yacoub „einen grundlegenden Wandel“ im Hinblick auf die Landwirtschaft: „Lebensmittel dürfen nicht mehr als Handelsware betrachtet werden. Lebensmittelproduktion ist Daseinsvorsorge. Bäuerinnen und Bauern müssen entsprechend honoriert werden, damit sie gesunde Lebensmittel produzieren, die Artenvielfalt erhalten und das Klima schützen können.“ Gute Stimmung und Parolen dann auf unserm Zug durch die Stadt: „Was wollten wir nie? – Agrarindustrie!“, „Her mit euren Geldern – für Vielfalt auf den Feldern“, „Eure Interessen – nicht über unser Essen!“ und natürlich „Power to the Bauer!“.

Auf der Schlusskundgebung forderte Gernot Klöckner von attac, der auf die Freihandelspolitik als Fluchtverursacherin und Umweltzerstörerin einging: „Um eine nachhaltige ökologische Ernährung, um Klima und Menschenrechte zu schützen und eine konzerngetriebene Handelspolitik zu verhindern, müssen wir das EU-Mercosur-Abkommen verhindern!“

Georg JanßenDie Hauptrede hielt Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL. Er berichtete von der erfolgreichen Hafenblockade in Brake und forderte von der Agrarministerkonferenz „ein klares Nein zum EU-Mercosur-Abkommen“. Aber auf der AMK-Tagesordnung steht auch die Reform der EU-Agrarpolitik. Georg Janßen forderte Frau Klöckner und die anderen Landwirtschaftsminister*innen auf, den blumigen Erklärungen endlich konkrete Beschlüsse folgen zu lassen: „Sorgen Sie dafür, dass die Bäuerinnen und Bauern bei der EU-Agrarreform Direktzahlungen bekommen für vielfältige Fruchtfolgen, kleinere Schläge, Verzicht auf Totalherbizide, für den Anbau von einheimischen Eiweißpflanzen, für Weidehaltung der Nutztiere, für Strohhaltung im Stall und mehr Platz für die Tiere! Das ist es, was die Gesellschaft will und wozu wir von bäuerlicher Seite bereit sind, wenn dafür die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesetzt werden.“

Auf dem Platz der Schlusskundgebung hatte Talley Hoban schon mit Helfer*innen Gemüse und Obst der beteiligten Betriebe und Brot vom Foodsharing Mainz vorbereitet. Es gab Eintopf und Obst als Nachtisch. Noch bis weit nach 17 Uhr saßen die Menschen zusammen bei gutem Essen und guten Gesprächen. Und nächstes Jahr machen wir das wieder.

Demonstration für eine klimafreundliche Landwirtschaft - Artikel und Hörfunkbeitrag vom Deutschlandfunk

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