Georg Janßen wurde ausgezeichnet

Ende Juni erhielt Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Bundesgeschäftsführer der der Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren (IGN) eine außerordentliche Ehrung. Seit vielen Jahren bist Du Bundesgeschäftsführer der AbLund zudem Mitbegründer der IGN und dessen Bundesvorsitzender.

Saatgut ist für Dich Chefsache, etwas Essentielles, eine Herzensaufgabe. Da bist Du ein Vorbild als Kämpfer für freien Zugang zu Saatgut und gegen Patentierung von Pflanzen, Tieren und Genen. Deine Arbeit ist ein wichtiger Beitrag in unserer Gesellschaft zur Bewusstseinsbildung. Dein Streben für das Wohlergehen der Welt in Einklang mit den Menschen, der Natur, Pflanzen und Tieren verdient höchste Anerkennung und größten Respekt.

(Friedrich Wilhem Graefe zu Baringdorf, Laudatio)

Ihm wurde durch Erwin Oberndörfer (IGN) der erste „Seed of Hope“-Award verliehen. Dieser von Bauern gestiftete Preis zeigt die Anerkennung der bäuerlichen Gemeinschaft für seinen unermüdlichen Einsatz.

Georg Janßen hat sich in seiner jahrzehntelangen Arbeit für bäuerliches Saatgut, für diese Art der Landwirtschaft und dem Recht der Landwirte ihr eigenes Saatgut zu erhalten und zu vermehren stark gemacht. Groß waren die Widerstände - doch Georg hat sich nie entmutigen lassen, sondern stand mit fester Stimme und Meinung an der Seite der Bäuerinnen und Bauern – in Deutschland und weltweit, für die Freiheit des Saatgutes. Und gegen die Vereinnahmung durch multinationale Konzerne.

Früh hat er erkannt, welche Gefahren in Hybrid- und gentechnisch verändertem Saatgut liegen, welche Folgen, welche Abhängigkeiten damit geschaffen werden - und welche Machtkonzentration über unser aller Lebensgrundlage in den Händen weniger damit einhergeht. In seinem Einsatz ist und war Georg eng verbunden mit dem Engagement vieler bäuerlicher Partnerinnen und Partner von MISEREOR in Afrika, Asien und Lateinamerika. Für sie ist dieser Einsatz für freien Zugang zu Saatmitteln eine existentielle Frage.

Daher – Muchas Gracias, merci Bien, Thank you und Danke Georg Janßen für Deinen unermüdlichen Einsatz für freien Nachbau von Saatgut!

(Bernd Bornhorst, Misereor, Abteilungsleiter Politik und globale Zukunftsfragen)

Der „Seed of Hope“-Award wurde von dem us-amerikanischen Künstler Robert Hartl entworfen und geschaffen. Er zeigt ein keimendes, goldfarbenes Samenkorn als Sinnbild für bäuerliches Schaffen.

Unsere Ahnen sahen wie die Pflanzen, die sie ernährten, begannen zu sterben angesichts des herannahenden Winters. Die sterbende Pflanze warf ihr letztes Geschenk an die Menschheit ab: Das Samenkorn. Dieses Samenkorn sicherte den Fortbestand der Menschen für ein weiteres Jahr, wenn sich aus dem in der Erde liegenden Samenkorn eine neue Pflanze, die Früchte trägt, entwickeln konnte.

Es ist jener Kreislauf von Tod und Leben, der den Hintergrund der Geschichte bildet, die ich mit meiner Skulptur „Samenkorn der Hoffnung“ ausdrücken möchte. Wie das Samenkorn, das sich zu unserer Nahrung entwickelt oder der Baum, der Früchte trägt, ist auch unser menschliches Leben wie ein Samenkorn, das immer wieder aufgeht. Unser Leben, das in unseren Müttern begann, ist auch ein Zusammenspiel von Samenkorn und dem Boden, der das Leben erst ermöglicht.

(Robert Hartl)

Der "Seed of Hope"-Award Erwin Oberndörfer (re, IG Nachbau) überreicht den "Seed of Hope"-Award an Georg Janßen Georg Janßen mit Enkelin Lorne Georg Janßen mit Enkelin Lorne


Mainzer Appell: Termine zum sozial-ökologischen Wandel

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